Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnung in der Kindertagesstätte berücksichtigt bei Bedarf Aspekte des Berliner Eingewöhnungsmodells.

 

1.Phase der Eingewöhnung: Zu Beginn steht Grundphase, während dessen sich ein Elternteil mit dem Kind zusammen in der Kita aufhält. (Es kann auch eine Oma/ein Opa sein, mit der/dem sich das Kind gut versteht). Sie als Vater oder Mutter sind nur Gäste, die gemeinsam beim Spielen dabei sind. Die Erzieherin versucht vorsichtig Kontakt zum Kind aufzunehmen, ohne es zu drängen (Hauptsächlich durch Blickkontakt und Reaktionen auf das Kind).

Die Eltern/Bezugsperson werden gebeten, sich während der ersten Phase der Eingewöhnung möglichst zurückhaltend zu verhalten. Je mehr sie sich aktiv ins Gruppengeschehen einbringen, desto deutlicher wird für das Kind der Verlust, wenn diese sich nach einigen Tagen der Eingewöhnung für eine kurze Zeit verabschiedet. In der ersten Phase bleiben die Eltern / Bezugsperson mit dem Kind nur kurze Zeit im Kindergarten.

 

2. Phase der Eingewöhnung: In dieser Phase findet eine Verabschiedung statt. Wenn das Kind sich einem Spiel zugewandt hat, verabschieden Vater oder Mutter sich und verlassen den Raum, bleiben aber in der Einrichtung, hier können Sie sich gemütlich in die Cafeteria setzen. Kann sich das Kind nicht innerhalb weniger Augenblicke wieder beruhigen, werden Vater oder Mutter wieder in den Raum geholt.

 

3. Phase der Eingewöhnung: Wenn das Kind ein Vertrauensverhältnis zu mindestens einer pädagogischen Fachkraft aufgebaut hat, beginnt die 3. Phase. Das Kind wird morgens in die Kita gebracht. Die Eltern / Bezugsperson verabschieden sich und eine Abholzeit wird verbindlich vereinbart.

 

4. Phase der Eingewöhnung: Wir dehnen diesen Trennungsversuch über einen längeren Zeitraum aus. Macht das Kind einen ausgeglichenen Eindruck, können die Eltern/Bezugspersonen die Kindertagesstätte verlassen.

 

5. Phase der Eingewöhnung: Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn die pädagogische Fachkraft das Kind trösten kann. Setzt sich das Kind aktiv mit seiner Umwelt auseinander und lässt sich in Belastungssituationen von der päd. Fachkraft trösten und wendet sich ihr zu, hat die Fachkraft die Funktion der „sicheren Basis“ übernommen. Wenn Sie Ihr Kind in den Kindergarten bringen, gehen Sie bitte nicht fort, ohne sich zu verabschieden. Sie setzen das Vertrauen des Kindes zu sich aufs Spiel und müssen damit rechnen, dass Ihr Kind Sie nach solchen Erfahrungen nicht mehr aus den Augen lässt oder sich vorsichtshalber an Sie klammert, um Ihr unbemerktes Verschwinden zu verhindern.

Halten Sie den Abschied kurz und ziehen ihn nicht unnötig in die Länge, denn damit belasten Sie Ihr Kind.

 

Weitere Hinweise und Vorschläge: Nach Möglichkeit sollte der Besuch der Kindertagesstätte nicht zeitgleich mit dem Beginn Ihrer Berufstätigkeit sein, damit wir und Sie einen gewissen zeitlichen Spielraum haben. Ihren Urlaub sollten Sie nicht während oder kurz nach der Eingewöhnungszeit planen. Regelmäßige Abholzeiten erleichtern Ihrem Kind den Einstieg in den Kindergarten, da der strukturierte Tagesablauf dem Kind eine Zeitabfolge gibt. Vertraute Gegenstände, wie z.B. Kuscheltier oder Schmusetuch, sollten Sie Ihrem Kind ausschließlich in der Eingewöhnungsphase mitgegeben. 

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